Aprikosen – eine süße Verführung im Sommer

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 Nicht selten wird die Aprikose mit dem Pfirsich oder der Nektarine verwechselt, doch die kleine, gelbe Frucht steht ihren Artverwandten in nichts nach und ist ein vielseits beliebter Allrounder, der nicht nur lecker schmeckt, sondern sich auch in William Shakespeares "Sommernachtstraum" einen Namen machen konnte. Wie das? Das erfahrt ihr hier!

Herkunft, Anbau und Herstellung

Ob China, Armenien oder Indien - sie alle würden sich gerne als das Herkunftsland der Aprikose rühmen, doch wo der genetische Ursprung des bekannten Steinobsts wirklich liegt, ist bis heute noch immer ein Rätsel. Was man weiß, ist, dass die Aprikose zur Gattung der Prunus gehört und damit ein Familienmitglied der Rosengewächse ist. Der Aprikosenbaum weist ein strauchähnliches Aussehen auf und wird ungefähr 6 Meter hoch. Zudem fühlen sich die Aprikosen in warmen Gebieten am wohlsten und wachsen gut auf sandigem Untergrund.

Deshalb wird die Aprikose heutzutage vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut, wie beispielsweise in Spanien und Italien. Zudem befindet sich ihr weltweit größtes Anbaugebiet am Oberlauf des Euphrat in der osttürkischen Provinz Malatya. Diese ist als Region für den größten europäischen Handel mit getrockneten Aprikosen bekannt. Auch Usbekistan gehört zu den Ländern, in denen verstärkt Aprikosen angebaut werden und lag im Jahr 2014 mit seiner Produktion von 547.000 Tonnen sogar deutlich über der der Türkei mit insgesamt 278.210 Tonnen.

Die Erntezeit der Aprikose liegt zwischen Ende Mai bis Ende September, wobei die ersten Erträge der Hauptsaison aus der südlichen Mittelmeerregion stammen. Darauf folgend beginnt die Einfuhr in Mitteleuropa im Juli und verläuft bis Ende August.

Ernährungsphysiologie

Gekennzeichnet ist die Aprikose durch ihren samtigen Flaum und ihr weiches, mehliges Fruchtfleisch, welches nicht nur süß schmeckt , sondern auch reichhaltig an verschiedensten Nährstoffen ist. Vor allem verfügt das bekannte Steinobst über eine hohe Menge an Provitamin A (Carotin), aber auch die Vitamine B1 und B2 kommen nicht zu kurz. In ihr vorhandene Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor stärken zudem das Immunsystem, kurbeln den Kreislauf an und lassen Haare, Haut und Nägel gesünder und kräftiger aussehen.

In früheren Zeiten wurde die Aprikose in Europa übrigens für ein Aphrodisiakum gehalten und konnte sich als solches in bedeutenden Werken wie dem "Sommernachtstraum" von William Shakespeare und in der "Die Herzogin von Malfi" von John Websters verewigen. Ob die kleine unscheinbare Frucht allerdings eine heimliche, unterschätzte Verführungskünstlerin ist, wurde nicht belegt.

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g frische Frucht):

  • Brennwert (kcal): 43
  • Fett: 0,1 g
  • Kohlenhydrate: 8,5 g
  • Eiweiß: 0,9 g

Durchschnittliche Nährwerte (pro 100 g getrocknete Frucht):

  • Brennwert (kcal): 240
  • Fett: 0,5 g
  • Kohlenhydrate: 47,9 g
  • Eiweiß: 5 g

Verwendung

Aus Aprikosen werden Konfitüren bzw. Marmeladen hergestellt, die nicht nur ein absoluter Genuss sind, sondern auch als ein wichtiger Bestandteil der allseits bekannten Sachretorten dienen. Außerdem wird aus einem großen Teil der Ernte auch Schnaps gebrannt.

Die Kerne der Aprikosen werden bei der Herstellung von Amaretto und Persipan genutzt, da sie dank ihres bitteren Geschmacks ein starkes Bittermandel-Aroma aufweisen. Der pure Verzehr der Kerne ist allerdings nicht zu empfehlen, da sie blausäureabspaltenedem Amygdalin enthalten, welches für den menschlichen Organismus giftig ist. Deshalb sollte man darauf achten maximal ein bis zwei Kerne pro Tag zu verzehren oder im bestmöglichen Fall komplett auf sie verzichten.

Verwendung getrockneter Aprikosen

Ebenso wie frische eignen sich getrocknete Aprikosen als Zutat für verschiedenste, sowohl herzhafte als auch süße, Speisen. Sie verfügen darüber hinaus, dank ihres hohen Gehaltes an Nährstoffen und Vitaminen, über gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Tags: Früchte, Wiki
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